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Freigeld

Historische Betrachtung zu Regionalwährungen

In der Literatur wird Regionalgeld auch als sogenanntes Freigeld bezeichnet.
In der Geschichte gab es im Laufe der Zeit verschiedene Experimente mit Freigeld, die auch Vorbild für moderne Regionalwährungen waren.

Bekannte Regionalgelder und Regionalwährungen der Vergangenheit:

  • Eines der bekanntesten Regionalgelder war das Freigeld von Wörgl in Österreich. Diese Regionalwährung wurde auf Initiative des Bürgermeisters Michael Unterguggenberger in den Jahren 1932/33 eingeführt.
    Mittels der Einführung des Freigeldes als zusätzliche Währung konnte die regionale Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Die Auswirkungen der damaligen Weltwirtschaftskrise konnten so wesentlich gemildert werden.
    Dieses Regionalgeld beruhte auf Arbeitsgutscheinen, die von der Gemeinde ausgegeben wurden.
    Dafür musste Schillinge hinterlegt werden um das Regiogeld zu decken. Zusätzlich wurde das Regionalgeld mit einer monatlichen Umlaufsicherungsgebühr von 1 Prozent versehen, also 12 Prozent im Jahr.
    Nach kurzer Zeit wurde dieses Experiment durch Druck der Österreichischen Nationalbank verboten.
    Auf der Vorderseite des Arbeitsgutscheines musste monatlich eine Marke mit 1 Prozent des Wertes geklebt werden.
  • Ein weiteres Regionalgeld waren die WÄRA-Gutscheine aus Erfurt. Herausgegeben wurden die Gutscheine von der Tauschgesellschaft Erfurt im Jahr 1931.
    Diese Regionalwährung war in folgender Unterteilung erhältlich: 0,5; 1; 2, 5 und 10 Wära.
    Auch hier wurde eine Umlaufsicherungsgebühr von 12 Prozent jährlich erhoben.
  • In Schwanenkirchen, in der Nähe von Deggendorf im Bayrischen Wald, wurde ebenfalls ein Regionalgeld (WÄRA) eingeführt.
    Die treibende Kraft für eine Regionalwährung war der Bergwerksingenieur Max Hebecker.
  • Wära in Ulm im Jahr 1931. Dabei handelte es sich um Markengeld mit einer jährlichen Abwertung von etwa 6 Prozent.
  • Ebenfalls im Jahr 1931 wurde der sogenannte Geraer Tauscher aus der Taufe gehoben.
    Dabei handelte es sich um Tabellengeld mit einer jährlichen Abwertung von etwa 20 Prozent.
  • Im Jahr 1933 wurden Depotscheine im rumänischen Mediasch ausgegeben.
    Dieses Regionalgeld basierte auch auf Tabellengeld mit einer monatlichen Abwertung von 2 Prozent.

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